lightnovels
Light Novels – So werden in Japan moderne Jugendromane bezeichnet. Romane, die inhaltlich eine große Bandbreite und äußerlich eine moderne Optik bieten. Charakteristisch sind auch die Illustrationen, die man in den Bänden findet und die im wohlbekannten Style der Manga (jap.: Comic) gehalten sind.

Die Light Novels sind also illustrierte Kurzromane, die sich überwiegend an Teens richten und in Japan mittlerweile mehr als ein Trend sind. Die Light Novels sind zudem als Serien angelegt, manche Projekte bringen es auf bis zu 25 Bände. Einige der Light-Novels wurden später auch als Manga oder Anime umgesetzt.

Ab November bietet das TOKYOPOP-Programm die ersten Light Novels aus Japan den deutschsprachigen Lesern an

Für Abenteurer
Nachdenklich, ruhig
und erlebnisreich!
Kinos Reise
200 Seiten
€ 7,50 / € (A) 7,70 / SFr 13,96

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Für Kombinierer
Ein Krimi zum Mitfiebern!

Gosick
304 Seiten
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Für Freundinnen
Traditionelle Internatsgeschichte
rund um wahre Freundschaften!
Rosen unter Marias Obhut
288 Seiten
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Für Phantomjäger
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Boogiepop
256 Seiten
€ 7,50 / € (A) 7,70 / SFr 13,96

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Seit Mitte der Neunziger Jahre ist in Japan ein regelrechter Boom um die Light Novels ausgebrochen und die leichte Lektüre hat einen wahren Kultcharakter bekommen.

Nicht nur im Buchhandel schlägt einem die neue Begeisterung fürs Lesen entgegen. Auch in Weblogs und Internetforen, in eigenen Magazinen, in Fanclubs und Cafés, sowie auf einer ständig steigenden Zahl von Festivals, die ganz und gar dem Erleben der Lektüre gewidmet sind, kann man der Begeisterung nachspüren. So wird Literatur in all diesen Foren zu einem quicklebendigen Stück Alltag, das zudem auch zur Kreativität anregt, denn viele Leser haben sich darauf hin selbst zum Schreiben animiert gefühlt.

Literatur wird nicht als passive, sondern höchst aktive und somit auch attraktive Freizeitaktivität erlebt.

Was zeichnet die "Wunderwaffe für das Lesen", die in Japan eine neue Freude an Literatur zu erwecken vermochte, nun aber aus? Was macht "Light Novels" so besonders? Der Begriff selbst ist ein für die japanische Sprache typisches wasei-eigo, eine jener Wortschöpfungen, die sich englischer Begriffe bedienen, sie neu kombinieren oder mit einem neuen Sinn anreichern, der sich stärker aus der gelebten Erfahrung als aus der ursprünglichen Bedeutung der Begriffe speist.

Kurz und bündig stehen Light Novels für:
- Themenvielfalt, die die vielen Interessen der Jugendlichen bedient
- Dynamische und von Dialogen geprägte Erzählweise
- Eine moderne Verpackung der Bücher

Light Novels stehen also nicht für "Lesen light" oder Bücher mit einem reduzierten Gehalt an Inhalt oder Qualität, sondern eher für eine Präsentation von Romanen, die einen deutlichen Schritt auf die Wünsche junger Leser zugegangen ist.
Die Handlung ist meist durch einen stark von Dialogen geprägten Stil dynamisiert, dabei aber keineswegs sprachlich vereinfacht. Die Kapitel sind in nicht zu lange Kapitel unterteilt und bieten sich daher für kurzweilige Unterhaltung in allen Situationen da – während der Wartezeiten auf den Bus, in den Schulpausen, wenn man auf seine Verabredung wartet und so weiter.

Dafür bietet sich auch das praktische Format an. Mit 10,5 x 15 cm und einem Umfang von 250 bis 300 Seiten lässt sich eine Light Novel wirklich überall bequem mit hinnehmen und auch unauffällig unter dem Schultisch platzieren.

Die Umschläge sind cool und modern mit farbigen Illustrationen im Kult-Style der Manga-Optik gestaltet.
Im Innenteil der Bücher findet man alle paar Seiten solche Illustrationen in Schwarzweiß, um den Inhalt der Erzählungen zu unterstreichen und den Texten einige optische Lockerheit zu verleihen.
Manchmal sind allerdings einige davon auch farbig, wenn ein Kostüm oder Accessoires der handelnden Figuren stärker zu betonen.

Light Novels sind aber nichts für Lesefaule, denn manche Reihen bringen es auf einige Dutzend Bände und somit insgesamt auf einige tausend Seiten Text. Doch wer einmal infiziert ist, wird das eher lieben.